The parliamentary elections held in Bangladesh on 12 February 2026 marked a turning point in the country’s recent history. In August 2024, Prime Minister Sheikh Hasina, who had served for a total of 20 years, with one interruption, was removed from office. An interim government led by Nobel Peace Prize laureate Muhammad Yunus subsequently took power. Following two years of political uncertainty, it succeeded in organising elections that were procedurally sound. Bangladesh’s political system has thus demonstrated a considerable degree of institutional resilience. At the same time, the election outcome raises new questions regarding the future of democratic pluralism in the country. The decisive election victory of the Bangladesh Nationalist Party (BNP) means that one of the country’s two historic political family dynasties will remain at the helm of government. The Muslim fundamentalist camp gained vote share, which could negatively impact the role of women in society as well as complicate Bangladesh’s renewed rapprochement with neighbouring India.
Bei der sogenannten Riester-Reform, über die am morgigen Freitag im Bundestag beraten wird, hat die SPD die Einführung eines staatlich organisierten Standardfonds für die private Altersvorsorge durchgesetzt. Peter Haan, Leiter der Abteilung Staat im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), kommentiert diesen Vorschlag wie folgt:
Viele Elemente des vorgeschlagenen Altersvorsorgedepots haben das Potenzial, die Verbreitung der privaten Altersvorsorge zu stärken. Positiv hervorzuheben ist die Einführung eines staatlichen Standarddepots – allerdings ist die Kostengrenze von einem Prozent immer noch ziemlich hoch. Auch der Wegfall der Beitragsgarantie ist grundsätzlich sinnvoll: Er ermöglicht renditestärkere Anlagestrategien und macht das Produkt langfristig attraktiver.
Allerdings löst diese Reform das wichtigste Problem nicht. Die Verbreitung der privaten Altersvorsorge ist heute sehr ungleich verteilt – und besonders gering bei Haushalten mit niedrigen Einkommen, also genau dort, wo das Risiko von Einschnitten im Lebensstandard im Alter und die Altersarmut am größten ist. Freiwillige Anreize haben daran seit zwei Jahrzehnten nichts geändert. Wer diese Lücke schließen will, kommt an einer Verpflichtung nicht vorbei – ob über die betriebliche oder die private Säule, darüber lässt sich streiten.
Hinzu kommt ein Verfahrensproblem. Die Bundesregierung hat eine Alterssicherungskommission eingesetzt, die bis Mitte 2026 klären soll, wie viel Altersvorsorge insgesamt notwendig ist und wie die drei Säulen zusammenwirken sollen. Ein Gesetz zur dritten Säule jetzt zu beschließen, setzt Fakten, bevor die Gesamtarchitektur steht. Das ist keine gute Grundlage für eine Reform, die Jahrzehnte wirken soll.